Der perfekte Schweinsbraten

Dieses ewige Missverstehen. Was würden sie machen, wenn es plötzlich enden würde? Auch mir gestatten, sie zu „lieben”? Oder etwas anderes Entsprechendes, was man in Familien tat, obwohl es nie so wirkte, auch hier nicht.

Der Perfekte Schweinsbraten Cover

Die Finnin Taru Korhonen ist dabei, in ihrer Wiener Küche einen Schweinsbraten vorzubereiten. Das ist eine ziemlich wichtige Angelegenheit, denn Mutter und Schwester ihres österreichischen Mannes kommen um 1 Uhr zum Essen. Ihre Nachbarin, die pensionierte Schauspielerin Frau Berger, wird mehr oder weniger freiwillig hinein gezogen in das Problem, den Schweinsbraten trotz mehrerer Unklarheiten in dem Rezept, das Taru ausgesucht hat, gelingen zu lassen. Unter größten Anstrengungen und trotz einiger herber Rückschläge scheint alles einen guten Weg zu nehmen, und Taru hat jetzt nur noch den einen Wunsch: „Bitte keine Überraschungen mehr.“

Dieser Wunsch geht nicht in Erfüllung. Die Nichte ihres Mannes, die frühreife und politisch äußerst progressive 15jährige Elisabeth, platzt auch noch zum Essen herein. Frau Berger will partout den Schweinsbraten mitgenießen, obwohl sie Jüdin ist. Mutter und Schwester ihres Ehemanns benehmen sich heftig daneben. Und die Ehe mit dem Österreicher scheint unter dem familiären Druck an ihre Grenzen zu stoßen. Das Fest ihres Lebens, der Höhepunkt ihres krampfhaften Versuchs, sich in die Familie des Österreichers zu integrieren, misslingt. Stattdessen steigert es sich zu einer tragikomischen Kette von kleineren und größeren Katastrophen.

Ein mitreißend komischer Roman über Außenseitertum, über den Wunsch, den Zwang oder die Unmöglichkeit, dazu zu gehören. Und über den kramphaften Wunsch, alles richtig zu machen. / TRANSIT-VERLAG

Übersetzung: Regine Pirschel

Pressestimmen:

ACHTUNG! EIN KNALLHARTER FAMILIENROMAN! (–) ein wunderbarer Lesestoff, der voller Widerhaken steckt und der einen beim Lesen überaus gewinnbringend herausfordert. (–) ein Roman, der vom Erleben der Fremde erzählt; der davon berichtet, wie engmaschig die jeweiligen Normen einer Gemeinschaft im Alltag verankert sind. (–) Auch ein Frauenroman ist es, der sich die Duldsamkeit der Frauen vornimmt und nicht zuletzt ist das Buch eine Hommage an Wien, und der Leser und die Leserin wird sich dabei ertappen, wenigstens mal kurz darüber nachzudenken, mal wieder nach Wien zu reisen. (–) Und nicht zuletzt ist Taskinens Stil zu loben, ihre mal leichte, mal tief ironische, mal auch bissige Schreibe, ihr Switchen zwischen scheinbar kleinteiligen Alltagsbeobachtungen und den großen Gedanken, und das mit zu erleben, macht schlicht großen Spaß.
REZENSION, FRANK KEIL

Für Menschen mit Sinn für schrägen Humor ein Muss!
BARBARA SCHOLZ, BÜCHERFRAUEN

Lesetipp der Linzer Stadtbibliothek, September 2013.

Ein sehr witziges Buch, das sowohl die österreichischen Verhältnisse karikiert, als auch die finnischen. Also ich finde es total empfehlenswert.
BAYERISCHES FERNSEHEN, LESEZEICHEN-UMFRAGE

Durch und durch gelungenen Romandebüt.
FRANK REHA, WWW.FINNLAND-TOUR.DE

Der perfekte Schweinsbraten (unbedingt lesen!) beschreibt die Erlebnisse einer Finnin mit der österreichischen Daseinsform.
MORITZ MALSCH, LETTREETAGEBUCH

Ein zartbitterer Familienroman mit einem kraftvollen Zug ins Absurde. Die Herkunft der finnischen Protagonistin tritt fast gänzlich hinter universelle Themen zurück -Außenseitertum, Einsamkeit, Verzweiflung: Taru Korhonen ist in Wien mit einem Österreicher liiert und steht vor der Aufgabe, für dessen argwöhnische Sippschaft unter Führung von „Frau Mutti“ das titelgebende Traditionsgericht auf den Tisch zu bringen. Mit viel Situationskomik und beklemmendem Hintersinn schildert Taskinen, wie ihre Heldin den dreisten Übergriffen der Familie bloss noch ein trotziges „Höpöhöpö“ entgegensetzen kann.
PATRICK WILDERMANN, SONNTAGSZEITUNG

Die ebenso detaillierten wie distanzierten Beobachtungen werden immer bösartiger, verrückter.
BÜCHER. DAS UNABHÄNGIGE LITERATUR- UND HÖRBUCH-MAGAZIN

Wird bei guten Büchern also auch der Chef zum Autogrammjäger?
Buhl-Wagner: „Von der Finnin Satu Taskinen habe ich mir in der naTo tatsächlich gleich dreimal Der perfekte Schweinsbraten gekauft und signieren lassen.“
DER MESSECHEG LEIPZIG, MARTIN BUHL-WAGNER, in einem Interview, BILD